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Ins kalte Wasser springen

desert-279862_960_720Es gibt sie, die Vorurteile, denen man ausgesetzt ist, wenn man sagt man möchte zukünftig mehr auf Klimaschutz und CO2 Vermeidung achten. Zu elitär, nur was für Gutverdiener, realitätsfremd und – und – und.

Dass dies aber nicht stimmt, zeigt das ehrenamtliche Engagement des „Alltagshelden“ und Umweltschutzpreisträgers der Stadt Lauf.

Herr Friedrich Wilhelm Helmreich ist schon seit vielen Jahren als ehrenamtlicher Energieberater tätig und ist speziell für einkommensschwache Haushalte, benachteiligte Mitbürger und für Asylsuchende die Anlaufstelle und helfende Hand.

Dass diese Arbeit und die Schicksale nicht immer leicht wegzustecken sind versteht sich von selbst. Umso beeindruckender das Herr Helmreich auch weiterhin positiv gestimmt und voller Herzblut sich seiner Berufung widmet. Seine Erkenntnisse zum Energiesparen, speziell dem Wassersparen konnte ich für den heutigen Blogbeitrag gewinnen.

Egal bei wem Energieberatungen durchgeführt werden, ein Großteil der verursachten CO2-Emissionen entsteht fraglos im Haushalt. Und nicht so offensichtlich wie Wärme und Strom gehört auch Wasser zu einem CO2 Verursacher.

Dabei ist eine Einsparung von 30 Liter pro Person ohne Komfortverlust sehr gut möglich und schont das Portmonee (1 m³ Wasser und Abwasser kosten zwischen 3 € und 5 €).

Der Großteil des Wasserverbrauches entsteht im Bad beim Duschen und durch die Toilettenspülung. In der Dusche werden pro Minute ca. 10 Liter Wasser verbraucht. Ein Wannenbad beinhaltert im Vergleich bis zu 150 Liter Wasser. Und dieses Wasser muss von ca. 8°C auf mind. 39°C erwärmt werden. Da ist es klar, Wasser sollte nicht unnötig laufen gelassen werden z.B. beim Einseifen und Zähneputzen.

Auch tropfende Wasserhähne können zu einem Wasserverlust von etwa 5 bis 17 Liter pro Tag führen (Gerade in vernachlässigten Gebäuden trifft man dies mit Sicherheit an). Daher stets kontrollieren und auch über eine  Spardusche und einen Durchlaufbegrenzer an Wasserhähnen nachdenken. Diese rechnen sich kurzfristig. Die Waschmaschine sollte immer voll beladen sein und kaum eine Wäsche braucht wirklich eine Reinigung bei 60 Grad.

In der Küche empfiehlt es sich, insbesondere beim Kochen nur die Wassermenge zu erhitzen, die auch benötigt wird. Wie auch schon beim Zähneputzen, Wasser nicht unnötig laufen lassen (Obstwaschen). Geschirr nicht unter dem Wasserhahn vorspülen. Geschirrspüler immer voll betreiben und nutzen sie einen Wasserkocher zum Erwärmen von kleinen Mengen Wasser (Tee, Spülen, etc……..).

Was viele nicht bedenken, auch kaltes Wasser kostet Energie. Die Abwasserbehandlung in Kanalisation und Klärwerk und sanitären Infrastruktur ist mit zu berücksichtigen. Vielleicht nicht so direkt wie die Stromrechnung für den elektrischen Durchlauferhitzer aber trotzdem, jeder eingesparte Liter muss nicht energie-aufwändig in der Kläranlage aufbereitet werden und bringt Entlastung.

Klar, diese Tipps sind vielleicht nicht so spannend wie das neue Elektroauto (im Weltall) oder auch nicht so innovativ wie ein Brennstoffzellen-Heizgerät. Dennoch für Leute die sich nicht die neueste Technik leisten können, sind das wichtige Stellschrauben um den Alltag (im doppelten Sinne) sparsamer zu gestalten. Und letztendliche trifft der Verzicht von 30 Liter Wasser am Tag, ganz gut den Sinn vom Fasten.

 

 

Bildquellen 1 bis 5 von oben nach unten: 1,2,4,5 – https://pixabay.com; 3 Wilhelm Helmreich, Stadt Lauf a.d. Pegnitz

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