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Bio auf der Spur

EN-Redakteurin Sharon Chaffin achtet eigentlich schon länger auf eine gesunde, biologische und auch umweltverträgliche Ernährung. Doch bei ihrem CO2-Fasten hat  die 47-Jährige so einiges dazugelernt.

Als Redakteurin der Erlanger Nachrichten schreibe ich gerne über Menschen, die etwas Ungewöhnliches tun, und wenn sie damit sogar noch der Umwelt und dem Klimaschutz dienen, dann sogar noch umso lieber. Eher ungewöhnlich für mich war es daher, einmal selbst aktiv bei einer solchen Aktion teilzunehmen.

Doch der kleine Seitenwechsel hat sich gelohnt: Da ich mich seit Aschermittwoch verstärkt mit Ernährung befasse, habe ich viel zu dem Thema gelernt: Wie wichtig es etwa ist, ganz genau auf die verschiedenen Bio-Siegel zu achten. Bio-Produkte aus Nicht-EU-Ländern haben zum Beispiel weniger strenge Kriterien als deutsche Bio-Ware. Besonders hoch sind die Anforderungen, wenn ein Bio-Bauer dem ältesten deutschen Anbauverband „Demeter“ beitreten will. Hier werden zum Beispiel Stoffe aus Heilkräutern, Kuhmist oder Mineralien eingesetzt, um den Boden fruchtbarer zu machen. Für Lebensmittel gibt es eigene Erzeugungsrichtlinien, die dem Anspruch auf naturbelassene Nahrung besonders  gerecht werden. Im übrigen ziehe ich jetzt regionale Nicht-Bio-Ware Bio-Produkten aus dem Ausland vor. Bei diesen verschlechtern die langen Transportwege ohnehin die CO2-Bilanz – im Gegensatz zu heimischer saisonaler Ware.

Denn auch das habe ich in den vergangenen, doch noch einmal sehr winterlichen Wochen, gelernt: Gemüsesorten wie Grünkohl, Pastinaken oder Wirsing bieten viele Nährstoffe, die der Körper braucht, sie werden zum Teil sogar als Bioware in Erlangen angebaut und schmecken auch noch sehr gut. Wird wirklich Zeit, dass diese Sorten auch bei uns (wieder) mehr bekannt werden. Wenn die CO2-Fasten-Staffel dazu ein Stück beiträgt, mache ich nächstes Jahr gerne wieder mit. Und ganz ohne Schreiben ging es für mich natürlich auch bei dieser Aktion nicht: Von meinen Erfahrungen habe ich den EN-Lesern in einer kleinen Serie einmal pro Woche berichtet. Am Samstag ist Schluss, aber nur mit dem Berichten, das CO2-Fasten  geht für mich weiter.

 

Foto: EN-Redakteurin Sharon Chaffin im Bioladen „Eva’s Apfel“
Quelle: Andre De Geare

Ein Gedanke zu „Bio auf der Spur“

  1. Hallo Frau Chaffin,
    tolle Sache, dass unsere Aktion mit Ihrer Beteiligung und Ihren regelmäßigen Berichten in den EN auch medial Widerhall findet, herzlichen Dank dafür. Kollege Wolfgang aus Nürnberg hat gerade einen Artikel von Ihnen über unsere Fastenaktion, die am Samstag in „der Blitz“ erschienen ist, zugemailt – eine sehr gelungene und ansprechende Zusammenfassung für die Stadt Erlangen. Ich hoffe, Sie machen auch in Zukunft den ein oder anderen Beitrag zum Thema CO2-Fasten, Ihre Leser werden die Kolumne zur Ernährung sicherlich vermissen, da lässt sich vielleicht in loser Folge daran anknüpfen … 🙂

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