
Kurz und Knackig – Worum geht es heute?
Grundschule in den 90ern – es gab drei wichtige Dienste: Tafeldienst, Blumendienst und Mülldienst. Während Tafel wischen und Blumen gießen dabei ein Einpersonenjob war, musste man beim Mülldienst Verantwortung für die ganze Klasse übernehmen und den Mitschüler*innen mit Fachwissen über die richtige Trennung zur Seite stehen. Warum in den 90ern Kinder das Müll trennen in der Schule lernten? Weil die Abfallwirtschaft auf ihrem Höchststand 1992 das Klima mit rund 40 Millionen Tonnen CO2 belastet hat. Durch die Mülltrennung und Veränderungen in der Verwertung von Abfällen konnte diese Belastung stetig verringert werden. Es lohnt sich also mal wieder einen Blick in die eigenen Abfalleimer zu werfen.
Challenge 8: Gut getrennt ist halb gewonnen – achte darauf, deinen Müll richtig zu trennen.
Wer mehr wissen will:
In Sachen Mülltonnenfarben, gelben Säcken, etc. gibt es regionale Unterschiede. Insgesamt kann man jedoch unterscheiden zwischen Papier, Bioabfällen, Verpackungen, Glas, Batterien und Akkus, LEDs und Energiesparlampen, Elektrokleingeräten und Restmüll.
Papiertonne
In der Papiertonne finden sich neben Papier Zeitungen, Illustrierte, Pappe, Hefte, Bücher und vielleicht alte Liebesbriefe.
Wir gehören hier nicht rein:
- Milch- und Saftkartons (sind meist mit Plastik beschichtet)
- Fahrkarten und Kassenbons (enthalten schädliche Stoffe)
- Küchenpapier und Taschentücher (sind viel zu verdreckt)
Bioabfälle
Im Bioabfall ist Platz für Obst- und Gemüsereste, verdorbene Lebensmittel, Nussschalen, Blumen, Erde, Baum- und Rasenschnitt.
Wir dürfen manchmal mit rein:
Je nach Abfallverwerter ist es unterschiedlich, ob Eierschalen, Fleisch- und Fischreste mit in die Biotonne dürfen.
Wir gehören hier nicht rein:
- Leder
- Gummi
- Asche
- Sogenannte „kompostierbare“ Plastiktüten (die müssen per Hand wieder aussortiert werden)
Verpackungen/ gelber Sack
Eintrittsstempel für den Verpackungsmüll ist der Grüne Punkt, den wir auf Verpackungen aus Metall, Kunststoff und Verbundstoffen wie Joghurtbechern, Zahnpastatuben, Milchkartons, Dosen und Plastiktüten finden.
Wir dürfen manchmal rein:
Einige Abfallverwerter erlauben außerdem die Entsorgung von Schüsseln, Spielzeug und Blumentöpfen aus Kunststoff.
Glascontainer
Glas sollte farbrein sortiert werden. Was sich nicht genau zuordnen lässt kommt zu grün.
Ich darf hier nicht rein:
- Porzellan
Batterien und Akkus
Batterien und Akkus gehören nicht in den Müll, sondern in eine spezielle Sammelbox oder zurück in den Handel, damit sie umweltgerecht entsorgt werden können.
LEDs und Energiesparlampen
Auch LEDs und Energiesparlampen gehören nicht in den Müll, sondern in eine Sammelbox. Diese findet man unter https://www.lightcycle.de/.
Elektrokleingeräte
Elektrokleingeräte vom Handy bis zur Waschmaschine gehören je nach Region in die Wertstofftonne oder direkt zum Recyclinghof…
…und ja! Waschmaschinen sind tatsächlich offiziell Elektrokleingeräte 😊
Restmüll
Die Restmülltonne hat ein großes Herz. Sie nimmt allen Abfall auf, der anderswo nicht erwünscht war. Wenn vorher gut getrennt wurde, bleibt hier aber gar nicht mehr so viel übrig.
Mehr Infos gibt es vom Umweltbundesamt, hier (1) für Erwachsene und hier (2) für Kinder.
Links:
(2): https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/nachricht
Nach einer Idee von Tamara Moll

