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Tag 16: Klimaschutz macht sexy…

… und dann bin ich aufgewacht 🙂

40 Tage CO2-Fasten – bedeutet für mich, ein absoluter Genussmensch müsst ihr wissen, Verzicht auf Fleisch und Butter, mehr Mitfahrgelegenheiten zu nutzen, öfters mit dem Bus zu fahren und immer meine Baumwolltasche griffbereit zu haben. 16 Tage davon habe ich schon geschafft, 16 Tage ohne Fleisch und Butter – für mich vor der Fasten-Staffel unvorstellbar.

Unsere ganze Familie isst sehr gerne Fleisch und Wurst, meine beiden Söhne sind Fußballer, schnell mal ein Steak in der Pfanne braten gehört zum Alltag. So und damit ist diese Fastenzeit nicht einfach für mich. Als Familien-Chefeinkäuferin und Köchin bereite ich Sauerbraten oder Steaks zu und selbst vergnüge ich mich seit dem 1. März mit den Beilagen. Für mich eine harte Zeit, warum habe ich mich ausgerechnet dazu entschieden?

Wie jeder Klimamanager vor mir, der bereits bei der Fasten-Staffel berichtet hat, habe auch ich eine CO2-Bilanz erstellt.  Mein persönlicher Wert liegt bei 7,67 t pro Jahr, damit bin ich voll zufrieden, ist sogar niedriger als ich erwartet habe. Positiv macht sich bei mir bemerkbar, dass wir sehr wenig verreisen, so liegt z.B. die letzte Flugreise 5 Jahre zurück und auch für dieses Jahr ist keine geplant.

Genuss ohne Reue?

Aufgrund meiner Vorliebe für Fleisch und Wurst liege ich bei meiner CO2-Bilanz für den Bereich “Ernährung” höher als der bundesweite Durchschnitt. 2,20 t CO2 produziere ich jährlich, der Durchschnitt liegt bei 1,75 t. Das war ein Grund für mich auf Wurst und Fleisch zu verzichten, zusätzlich nahm ich mir noch vor, das tierische Produkt Butter ebenfalls von der Speisekarte zu streichen. Ich dachte mir, so, das könntest Du 40 Tage lang schaffen, dafür steht mehr Käse auf dem Speiseplan. Doch halt, die CO2-Emissionen sind nicht nur bei der Fleischproduktion relativ hoch, sondern auch bei der Käseproduktion, das hatte ich ja glatt vergessen. (Die CO2-Werte für Butter, Käse & Co könnt ihr dem Beitrag 14 meiner Kollegin Katrin Ziewers entnehmen)
Leicht verzweifelt (ist untertrieben) überlegte ich laut, ja was darf ich denn überhaupt noch essen? Es dauerte nicht lang und per WhattsApp kamen erste aufheiternde Beiträge von meiner Familie…….

Durch meine Teilnahme an der CO2-Fastenstaffel ist mein Verzicht auf Fleisch und Butter das viel diskutierte Thema schlechthin in meinem Freundeskreis und bei meinem 5  Stammtischen. Einige meinten zu Beginn, das hältst Du nicht durch, andere wiederum gaben mir neue vegetarische Rezepte an die Hand und sagten, das schaffst du. Ich hätte nie gedacht, dass die Teilnahme an der Fasten-Staffel bei meiner Familie und bei meinen Freunden auf so eine Resonanz stößt.

…..Übrigens bin ich für leckere fleischfreie Rezepte immer dankbar!

Laufen, Radeln, Bus, Mitfahrgelegenheit oder Auto?

Zur Arbeit habe ich ca  4 km und da wir in Kulmbach gute Stadtbus-Verbindungen haben, habe ich diesen in den vergangenen Tagen öfters benutzt. Ebenso habe ich das Angebot eines Arbeitskollegen zur Mitfahrgelegenheit gerne angenommen. Zum Rad fahren war es mir in den vergangenen Tagen noch zu kalt und zum Laufen ist es mir generell aus zeitlichen Gründen zu weit. Zudem habe ich das Glück, dass wir seit kurzen ein E-Auto besitzen und ich dieses ebenfalls täglich für den Weg zur Arbeit und für Fußballfahrten nutzen kann, ohne meine CO2-Bilanz zu verschlechtern. Mein Ziel ist es, das E-Auto während der Fastenzeit soviel wie möglich bei unseren Familienfahrten einzusetzen.

Buchtip “Die Grenzen des Wachstums

In der Schulzeit hat mich das Buch “Die Grenzen des Wachstums” vom CLUB OF ROME sehr beeindruckt und bewegt. Jeder Einzelne kann bei sich und im eigenen Umfeld einen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung leisten.

Durch die Teilnahme an der CO2-Fastenstaffel wird mir wieder vieles bewusster und ich bin zuversichtlich, dass ich die nächsten 24 Tage auch noch schaffe :):)


Ich übergebe für Tag 17 den Staffelstab an Angela Ziegler, Klimaschutzmanagerin des Landkreises Roth. Ich freue mich auf Deinen Blog – liebe Angela

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