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Challenge 15: Leitungswasser statt abgepacktes Wasser

Nicht eingekauft und kein Wasser im Haus? Glücklicherweise gibt es das Problem in Deutschland seltenst, denn Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Für Wasser aus der Leitung gelten deutlich mehr Vorschriften als für Mineralwasser, z. B. Grenzwerte für Pestizide und Uran.

CO2-Fasten-Challenge Tag 15: Nur Leitungswasser statt Mineralwasser trinken

Mineralwasser versus Trinkwasser – wo ist der Unterschied?

Stiftung Warentest schreibt dazu: „Nach der Mineral- und Tafelwasserverordnung muss Mineralwasser aus unterirdischen Wasservorkommen stammen, die vor Verunreinigungen geschützt sind. Es muss ursprünglich rein sein, an der Quelle abgefüllt werden, in seiner Mineralstoffzusammensetzung konstant sein und eine amtliche Anerkennung haben. Mindestgehalte an Mineralstoffen sind nicht vorgeschrieben.“

„Trinkwasser wird zu 60 Prozent aus Grundwasser gewonnen, zudem aus Flüssen, Seen, Talsperren und Quellen. Im Wasserwerk wird es meist aufbereitet. Je nach Standort fließt es unterschiedlich zusammengesetzt aus der Leitung. Die Qualität wird so streng kontrolliert wie bei keinem anderen Lebensmittel in Deutschland. Laut Umweltbundesamt hält Leitungswasser die Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu 99,9 Prozent ein.“ (https://www.test.de/FAQ-Wasser-ist-Leitungswasser-besser-als-Mineralwasser-4745742-4745758/, aufgerufen am 18.02.2020).

Wie geht das?

Leitungswasser in „veredelter“ Form wie Kaffee oder Tee trinken wir ja fast alle. Ansonsten trinken viele von uns als Durstlöscher Mineralwasser aus der Pfand- oder Einweg(pfand)flasche. Wie wäre es mal einfach mit Wasser aus dem Hahn? Wem dieses Wasser zu schal schmeckt, der kann es einfach aufpeppen. Im obigen Bild sind es Zitronenscheiben. Manche nehmen auch Ingwer oder beides. Beliebt sind auch Mischungen mit Fruchtsaft oder Sirup. Je nach Geschmack und gewünschter Kalorienzufuhr mehr oder weniger stark verdünnt. Wer keine zusätzlichen Kalorien möchte, kalter Früchte- oder Kräutertee löscht auch gut den Durst. Wer auf Kohlensäure nicht verzichten möchte, kann sich ein Sprudelgerät anschaffen.

Bitte beachten:Das Umweltbundesamt empfiehlt, Trinkwasser, das mehr als vier Stunden in der Leitung gestanden hat, nicht zur Zubereitung von Speisen und Getränken zu verwenden. Insbesondere sollte es nicht zur Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Das nachfließende frische Wasser erkennt man daran, dass es etwas kühler aus der Leitung kommt als das Stagnationswasser. Für alle Lebensmittelzwecke nur dieses frische, etwas kühlere Wasser benutzen.

Wer gegen Nickel vorsensibilisiert ist, sollte darüber hinaus auch kein Stagnationswasser (Menge maximal ein großes Glas Wasser) aus verchromten Armaturen benutzen. Dies gilt auch für das Händewaschen. Solches Wasser kann stark nickelhaltig sein und bei vorsensibilisierten Personen eine allergische Hautreaktion auslösen,“

(https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/ratgeber-trink-was-trinkwasser-aus-hahn, aufgerufen am 18.02.2020).

Dieses Vorgehen ist leider nötig, da es noch keine europäische Regelung für Materialien und Werkstoffe im Kontakt mit Trinkwasser gibt (https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/dokumente/171201_positionspapier_materialien_in_kontakt_mit_trinkwasser.pdf , aufgerufen am 18.02.2020).

Und warum sollen wir das machen?

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Mineral-und Heilwasser lag 2017 bei 144,3 Litern. (https://mineralwasser.com/fileadmin/user_upload/18-0988_Zahlen_Fakten_2017.pdf, aufgerufen am 18.02.2020). Wasser, das in Flaschen abgefüllt und transportiert wird, teilweise über mehrere hundert Kilometer. Mehrwegflaschen werden rücktransportiert und gespült und die Einwegpfandflaschen gepresst und wiederverwertet. Dies alles braucht Rohstoffe und Energie, die man bei der Verwendung von Leitungswasser sparen kann. Und billiger ist es auch noch.

Auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit möchte das Trinken von Leitungswasser im privaten und öffentlichem Bereich fördern, um vor allem Einwegverpackungen zu vermeiden. Für unterwegs werden wieder befüllbare Flaschen empfohlen. Und an öffentlichen Plätzen und in öffentlichen Einrichtungen soll zukünftig Trinkwasser für alle zur Verfügung stehen, auch zum Auffüllen der eigenen Wasserflaschen

(https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Abfallwirtschaft/181123_5_punkte_plan_plastik_bf.pdf , aufgerufen am 18.02.2020).

Das gleiche Anliegen, nur mit Auffüllstationen im privaten Bereich, z. B. in Cafés oder Geschäften, hat Refill Deutschland ( https://refill-deutschland.de/, aufgerufen am 18.02.2020).

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Autorin: Karin Diedrich

3 Gedanken zu „Challenge 15: Leitungswasser statt abgepacktes Wasser“

  1. Ich trinke immer schon, nur Leitungswasser, da das Leitungswasser viel besser schmeckt! Wenn man vor Corona im Gaststätten ein Leitungswasser bestellt hat musste ich mich oft rechtfertigen warum ich kein Mineralwasser trinke!

  2. Mach ich schon lange…. auch weil ich mir die Schlepperei erspare und die Kosten deutlich niedriger sind!
    Ich hab einen Hinweis auf schädliche Stoffe in Plastikflaschen vermisst, besonders, da dort das Haltbarkeitsdatum ja mit mehreren Monaten angegeben wird…

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