Mobilität

Challenge 10: On Tour mit dem ÖPNV

Fährst du noch Auto – oder entspannst du schon?

Egal, ob Du von einem Hammer-Festival, einer sportlichen Radtour, einer romantischen Wanderung oder einem Familienausflug ins Freizeitland kommst….so richtig Lust darauf jetzt noch mal ins Auto zu steigen und dort zu kuppeln, zu schalten, zu bremsen und aufzupassen, hast Du doch eigentlich nicht, oder?

Zum Glück gibt es ja den ÖPNV! So kannst du dich anstatt auf die Straße auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren. Nachgenießen, entspannen, kuscheln oder Mau-Mau spielen.

Challenge 10: Plane deinen nächsten Wochenendausflug mit dem ÖPNV

Wochenendausflug mit dem ÖPNV – wie funktioniert’s?

„Aber da wo ich hin will, fährt weder Bus noch Bahn!“ – Puh…das ist natürlich erst mal ein Satz, der jede Konversation sofort beendet! Doch zum Glück ist der Kopf ja rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.

Inzwischen haben die allermeisten Verkehrsunternehmen eine schöne Übersicht an Freizeitmöglichkeiten – die mit den eigenen Verkehrsmitteln erreicht werden können – aufgestellt und veröffentlichen diese im Internet oder in Brochüren. So muss man sich gar nicht lange plagen, sondern sucht sich einfach aus dem Angebot das Schönste raus.

Wer zum Beispiel zwischen Treuchtlingen und Lichtenfels, zwischen Rothenburg ob der Tauber und Amberg etwas erleben möchte, kann sich gut bei der VGN über Ihre Freizeittipps informieren: https://www.vgn.de/freizeit/

Und wie viel CO2 kann ich damit sparen?

Das kommt darauf an, welches Verkehrsmittel du benutzt. Allgemein lässt sich sagen, dass ein PKW pro Kilometer im Schnitt 206 g CO2 ausstößt. Ein Linienbus im ÖPNV emittiert bei durchschnittlicher Auslastung nur etwa die Hälfte an CO2 und die Bahn liegt mit ca 40 g CO2 noch einmal darunter.

Bei einem Ausflugsziel, das 50 km entfernt liegt, können für Hin- und Rückfahrt mit dem Bus 10,3 kg CO2 und mit der Bahn sogar 16,6 kg CO2 eingespart werden.

Auch bei den anderen Emissionen schneiden Bus und Bahn deutlich besser ab als der PKW. Wie das genau aussieht kannst Du in der untenstehenden Tabelle des Umweltbundesamtes nachgucken.

Quelle: Umweltbundesamt (Emissionen einzelner Verkehrsmittel; PKW mit 1,5 Passagieren)

Du willst mehr wissen?

Bildquelle Titelbild: Landkreis Fürth

Autorin: Tamara Moll

9 Gedanken zu „Challenge 10: On Tour mit dem ÖPNV“

  1. Samuel Flieger, Shanghai: Der öffentliche Nahverkehr ist in China deutlich flächendeckender realisiert wie in Deutschland. Hier können selbst entlegene Orte relativ angenehmen mit Bus & Bahn erreicht werden. Ich selbst habe letztes Wochenende einen Trip von Shanghai nach Yangzhong gemacht. Das ist eine Stadt auf einer Insel im Yantgze River in der Jiangsu Provinz. Erst eine Stunde Zugfahrt von Shanghai nach Changzhou, zum Bahnhof in Shanghai natürlich mit Bus und Metro angereist, um dann nochmal eine Stunde mit dem Bus weiterzufahren. Übrigens dürfen alle Chinesen ab einem Alter von 60 Jahren den Bus kostenlos benutzen.

    1. Das ist schön, dass China diesbezüglich über eine bessere Infrastruktur verfügt als Deutschland. Allerdings, was CO2 betrifft und auch den Umweltschutz allgemein, da sieht es in China sehr schlecht aus. Dort werden z.B. mehrere neue Kohlekraftwerke hingestellt. Von den Menschenrechten oder von Freiheit der Menschen möchte ich dabei gar nicht reden. Das System der social points möchte ich bitte in D nie erleben.

      1. Das der Umweltschutz in China auf einem schlechten Niveau ist steht außer Frage. Auch Menschenrechtsverletzungen und das Social Credit System sind ein Problem. In diesem Artikel geht es aber um die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs weshalb ich über den Stand der Dinge in China berichtet habe. Auch wenn es viele negative Seiten im Land gibt kann man sich die guten Dinge, wie ein dichtes und gut funktionierendes öffentliches Nahverkehrsnetz, als Vorbild nehmen, oder nicht? 😉

        1. Es ist immer wieder interessant zu lesen, dass es immer noch Menschen gibt, die glauben man könne die Vorteile einer Diktatur mit den Vorteilen einer Demokratie vereinbaren. Natürlich kann eine Diktatur viel leichter einen kompletten ÖPNV verwirklichen, aber dabei hat sie nun einmal die Nachteile, dass der Einzelne seine Freiheit verliert. Genauso enig, wie man ein bißchen schwanger sein kann, kann man ein bißchen Diktatur haben. Man sollte deshalb immer gut überlegen, was man will. Jede Regierungsform hat ihre Vorteile und Nachteile. Für mich ist die persönliche Freiheit, die eigene Verantwortlichkeit, die Selbstbestimmung der Menschen das höhere Gut.

  2. Ups, jetzt hab ich ein echtes Problem.
    Um den ÖPNV überhaupt nutzen zu können muss ich erst einmal mind. 15 km mit dem Auto fahren. Denn wie so viele Dörfer auf dem Land sind auch wir nicht am Netzt des ÖPNV angeschlossen. Zwar fahren hier Schulbusse, aber das wars dann auch.
    Ich muss somit meine Fahrten mit eigenen Verkehrsmitteln organisieren und darf damit gleichzeitig die Subventionen des ÖPNV. der mir nicht zur Verfügung steht, sponsern.

    Die Welt besteht nun einmal nicht nur aus Städten wie Fürth, Nürnberg und Erlangen. Und da, wo man mit dem ÖPNV nicht hinkommt, kommen die Menschen mit dem ÖPNV auch nicht weg!

    Gerade auf dem Gebiet wäre es schön, wenn man die Dinge realistisch betrachten würde.

    Ich kann dann wohl nur auf einen Wochenendausflug verzichten, nicht wahr?

      1. So gesehen hab ich dann im vergangenen Jahr 49 klimafreundliche Wochenendausflüge gemacht 🙂

    1. Das ist auch bei uns im Landkreis natürlich schwieriger als in der Stadt. Gibt es die Möglichkeit, mit dem Fahrrad zur nächsten Bushaltestelle zu kommen? Oder zumindest mit dem Auto nur bis zur nächsten Anschlussstelle zu fahren? Ich persönlich habe mir ein Faltrad zugelegt, das ist echt super, wenn man zumindest im Dunstkreis von Bahn und Bus ist.

      1. Hallo Gesa, natürlich gibt es die Möglichkeit die 15 km erst einmal mit dem Fahrrad zu fahren – und Abends dann wieder zurück 🙂

        Allerdings sehe ich den Sinn darin nicht so wirklich. Bei der Strecke müsste ich ja nun mal für eine Radtour angezogen sein, und fahre dann mit der Bahn um irgendwo schick essen zu gehen? Oder einen tollen Stadtbummel zu machen? Passt für mich irgendwie nicht so recht. Die 15 km, von denen ich oben schrieb bleiben 15 km, egal ob mit Rad, Auto oder Esel 🙂

        Nun habe ich mich dazu entschlossen freiwillig hier her zu ziehen, und im Prinzip habe ich auch alles was ich möchte hier vor Ort. Bei gutem Wetter setzte ich mich gerade raus in die Schaukel im Garten, und genieße die Sonne.

        Ich mache keine Wochenendausflüge, stehe von daher höchst selten vor dem Problem. Wenn ich dann tatsächlich mal weg will, dann nehme ich ohne jedes schlechte Gewissen das Auto, oder das Motorrad. Denn bei 3 – 4 Ausflügen im Jahr, verbrauche ich garantiert immer noch weniger CO2 als diejenigen, die der Ansicht sind jedes Wochenende unterwegs sein zu müssen.

        Ich denke, wenn man tatsächlich CO2 sparen will, dann sollte man Verzicht üben und nicht die eine CO2-Schleuder mit einer anderen austauschen. Denn auch der ÖPNV produziert Tonnen davon. Und beim Radfahren produziert man selbst einiges davon. Denn jede Fortbewegung erfordert eine Leistung und wenn der Körper diese Leistung vollbringt, so verbrennt er Kalorien. Verbrennung bedeutet auch in dem Fall Produktion von CO2. Mit dem Auto ist es mehr, weil das Gewicht des Autos auch bewegt werden muss, Mit dem Motorrad ist es etwas weniger, weil es weniger wiegt. Mit dem Esel noch mal weniger, weil er weniger als das Motorrad wiegt und mit dem Fahrrad weniger, da es noch mal ein niedrigeres Gewicht hat, somit am wenigsten, wenn man zu Fuß geht. Und nun mal am Allerwenigsten wenn man gleich da bleibt wo man ist.

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