Abfallvermeidung, Ernährung, Konsum, Motivation

Familienalltag vs. Plastikmüll

Familie Börner aus dem Landkreis Neumarkt hat dem Plastikmüll schon länger den Kampf angesagt. Manches funktioniert dabei erstaunlich gut – anderes ist im normalen Familienalltag (noch?) nicht möglich. Im Folgenden schildert Frau Börner ihren täglich Kampf gegen den Plastikmüll.

„Einige Dinge im Alltag lassen sich unproblematisch umsetzen. So haben wir zum Beispiel begonnen Getränke nur noch in Glasflaschen im Pfandsystem zu kaufen. Mit Milch werden wir direkt im wieder verwendbaren Behälter beliefert. Sahne und Joghurt werden nur noch im Glas gekauft. Beim Einkauf ist es Standard immer einen Stoffbeutel mitzuführen, wobei der Großteil der Geschäfte ja mittlerweile komplett auf kostenfreie Plastiktüten verzichtet.“

Nicht ganz so einfach, aber durchaus möglich, sieht die Sache bei anderen Lebensmitteln aus. Hier muss man möglicherweise etwas länger nach plastikfreien Varianten suchen und notfalls hartnäckig bleiben.

„Bei  Obst und Gemüse achte ich darauf lose zu kaufen (zur Not auf dem Wochenmarkt). Beim Wurst- und Käse-Einkauf ist es inzwischen kein Problem, dass die Bedienung direkt in meine Plastikboxen einfüllt.“

Und dann gibt es leider immer noch die Bereiche, in denen klar der Plastikmüll gewinnt. Solange „Unverpackt“-Supermärkte weiter auf ihren großen Durchbruch warten lässt sich manches einfach nicht in den Familienalltag integrieren.

„Schwierig ist es natürlich bei Süßigkeiten oder Waren wie Nudeln. Teilweise gibt es diese natürlich im Pappbehälter aber es fehlt oft die Zeit extra zu Geschäften oder Höfen zu fahren, um lose einzukaufen. Statt Dosen gibt es manches wenigstens in Gläsern.“

Der Kampf von Frau Börner gegen den Plastikmüll beschränkt sich dabei nicht nur auf den normalen Einkauf.

Mir ist es wichtig zu sensibilisieren, z.B. beim „Imbiss“. Wenn möglich sollt man immer einen normalen Teller verlangen und auf jegliche Art von Einmalgeschirr wie Plastikteller, -becher  oder – besteck verzichten.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Frau Börner bedanken und wünsche ihr und ihrer Familie noch viele Erfolge beim Kampf gegen den Plastikwahnsinn.

(Bild: Landratsamt Neumarkt)