Ernährung, Mobilität, Motivation

Nicht nur zur Fastenzeit: Pfadfinder sparen weiterhin CO2

Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind zwei Begriffe, die sich nur schwer trennen lassen. Nachhaltiges Denken gehört auch zu den Grundpfeilern des Pfadfindens. Und so freut es uns umso mehr, dass es uns auch nach der Fastenzeit gelungen ist, auf unsere Erfahrungen aus der CO2-Fastenstaffel zurückzugreifen.

1. Es ist vollbracht: Das Klimafreundliche Kochbuch der Jungpfadfinder ist endlich fertig.

Auf selbstgeschöpftes Papier wurden die Lieblingsrezepte der Kinder geschrieben, nachdem wir sie auf ihre Klimafreundlichkeit hin untersucht haben.
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2. Uns ist ein (fast) fleischfreies Stammeslager geglückt:

Im Mai machten wir uns mit rund 60 Personen für eine Woche auf, um gemeinsam unser Stammeslager am Altmühlsee zu verbringen. Angereist sind wir gemeinsam mit einem Reisebus (der, in dem sonst die medi-Spieler durch die Gegend gefahren werden, was für Begeisterungsstürme gesorgt hat). Ein paar PKWs und ein Transporter für Material und für den Notfall mussten den Bus begleiten, aber dennoch konnten wir die Anreise klimafreundlicher gestalten, als die letzten Jahre.
Bis auf Freitag wurde das ganze Lager über vegetarisch gekocht und gegessen. Freitags gab es dann die heißgeliebten Schinkennudeln. Uns war es hierbei jedoch wichtig, den Kindern bewusst zu machen, dass es an diesem Tag Fleisch gab und wie viel Fleisch wir durch unsere vegetarische Ernährung in etwa gespart hatten.

Hier unsere grobe Rechnung:
Für die Schinkennudeln haben wir 3 kg Schinken verkocht. Gehen wir davon aus, dass wir jeden Tag Fleisch gegessen hätten und es zur Brotzeit zusätzlich Wurst gegeben hätte, kommen wir auf eine Menge von 20-25 kg Fleisch, die wir auf diesem Lager nicht gegessen haben.

Die Kinder waren ziemlich stolz auf unsere Ersparnis und in der Lager-Feedback-Runde am letzten Abend wurde nicht nur einmal die vegetarische Ernährung positiv hervorgehoben: „Ich wollte sowieso weniger Fleisch essen und da kam mir das Lager sehr gelegen“, erzählte uns zum Beispiel ein Wölfling (9 Jahre). Wir sind sehr zufrieden mit der Bilanz unseres Zeltlagers und blicken jede Woche stolz auf die endlose Reihe an Fahrrädern, mit denen die Kinder im Sommer zu den Gruppenstunden ankommen. „Als Pfadfinder*in lebe ich einfach und umweltbewusst.“ – Nicht nur zur Fastenzeit, sondern immer!

Wir wünschen euch schöne Sommerferien!

Gut Pfad,

Eure DPSG Bayreuth, Stamm Heilig Kreuz

Ein Gedanke zu „Nicht nur zur Fastenzeit: Pfadfinder sparen weiterhin CO2“

  1. Liebe Pfadfinder aus Bayreuth,
    großartig, dass Ihr nicht nur den Fleischkonsum drastisch zurückfahren konntet und das Essen trotzdem auf breite Zustimmung stieß, sondern nun auch Eure Lieblingsrezepte aus der Nachhaltigkeitsküche zu einem Kochbuch zusammengefasst habt. Auf selbstgeschöpftem Papier hat das Ganze noch einen besonderen Charakter!
    Gibt es die Rezepte aber auch digital zum Nachkochen für andere Pfadfindergruppen etc.?

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