Konsum

Challenge 31: Shoppen stoppen!

Kaufen! Kaufen! Kaufen! Damit die Wirtschaft brummt, wird man ständig durch Werbung oder auch allein schon durch die geschickte Präsentation von Waren dazu animiert, irgendetwas zu erwerben. Können wir diesen Verlockungen – zumindest zeitweise – widerstehen? Natürlich!

Was ist eigentlich shoppen?

Shoppen heißt laut Duden* entweder „einkaufen“ oder auch „einen Einkaufsbummel machen“.  Das sind meines Erachtens schon mal zwei ganz unterschiedliche Dinge. Unter Einkaufen fällt für mich alles, was man unbedingt braucht und erwerben muss, z. B. Lebensmittel. Ein Einkaufsbummel ist für mich mehr eine Art Freizeitaktivität, die auch ein größeres Spaßpotenzial enthält, wie beispielsweise Klamotten zu kaufen, die man nicht unbedingt braucht.

Deine Challenge:  Eine Woche lang nur das Nötigste einkaufen und dem Portemonnaie oder auch der Scheckkarte eine Erholungspause gönnen.

Wie macht man das nun?

Eigentlich ganz einfach:

  1. Vor dem Einkauf: Notwendigkeit feststellen, gilt z. B. für Lebensmittel und Verbrauchsartikel. D. h. vor dem Einkauf nachschauen, ob z. B. Nudeln oder Linsen oder Toilettenpapier noch im Vorrat vorhanden sind oder nicht.
  2. Beim Einkauf verderblicher Ware nur so viel erwerben, dass man auch innerhalb der Haltbarkeitszeit verzehren kann, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
  3. Regional und saisonal beachten.
  4. Aufs Shoppen eine Weile verzichten. Stattdessen kann man mal schauen, was sich noch alles im Kleiderschrank findet. Schatzsuche.

Und warum das Ganze?

Rund 11.000.000 Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr in Deutschland weggeworfen. Das Bundeskabinett hat im Februar 2019 beschlossen, dass bis 2030 die Menge der Lebensmittelabfälle halbiert werden soll.

Und in unseren Kleiderschränken ist auch eher zu viel als zu wenig. Wobei hier nicht z. B. die Anzahl der vorhanden T-Shirts das Problem ist, sondern eher die Tragehäufigkeit, ehe es der Verwertung zugeführt wird.

Was kann man sonst noch tun?

Lebensmittel sollten vollständig verbraucht werden. Auch die richtige Aufbewahrung und Lagerung von Lebensmitteln kann helfen, Lebensmittelabfälle zu vermeiden. Die Seite „Zu gut für die Tonne“ (https://www.zugutfuerdietonne.de/ ,aufgerufen am 10.02.2021) gibt hier viele hilfreiche Tipps, z. B. zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln (https://www.zugutfuerdietonne.de/tipps/richtig-lagern/ , aufgerufen am 10.02.2021).

Lebensmittelreste kann man noch verwerten, neue Kreationen entwickeln oder auch einfrieren.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum bitte als Empfehlung und nicht als absolutes Haltbarkeitsdatum ansehen.

Kleidung, die man nicht mehr trägt, kann man – je nach Zustand –  entweder tauschen, verkaufen, spenden oder der Altkleidersammlung zuführen.

Was bringt uns das?

Die Schonung von Ressourcen und Einsparung von Energie.

Unsere Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft stellt fest: „Für einen „verzehrfertigen Apfel“ würden 70 Liter Wasser benötigt, für ein Kilogramm Käse 5000 Liter.“ In der Lebensmittelproduktion stecke „so viel drin an Ressourcen, an Energie, an Emissionen“, warnte Klöckner, all das werde beim Wegwerfen von Nahrungsmitteln verschwendet. (https://www.tagesschau.de/inland/lebensmittel-abfall-101.html, aufgerufen am 10.02.2021).

Bei Bekleidung gilt das gleiche.

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Autorin: Karin Diedrich

Bildquelle: http://www.pixabay.de (bearbeitet)

5 Gedanken zu „Challenge 31: Shoppen stoppen!“

  1. Man kann ja derzeit eh nur das Nötigeste kaufen. Einkaufsbummel – Fehlanzeige. Mein Ding ist das eh nicht.

  2. Ich hab ja keine Ahnung, wo ihr lebt, aber bei uns sind die Läden wegen Corona die meisten Tage/Wochen schon dicht… und Lebensmittel kaufen hat mit shoppen nix zu tun…. da hätte ich jetzt schon erwartet, dass ein wenig auf die Befindlichkeit im Land geachtet wird. Viele junge Leute kaufen mengenweise übers Internet, da bin ich außen vor.
    Natürlich kann man Geld sparen, wenn man nicht einkaufen geht oder gar keine Möglichkeit besteht. Verschwendung von Lebensmittel ist eine extra Hausnummer.
    Ja, und ich mach auch immer einen Einkaufszettel und nehme Beutel und Korb mit…

    1. Danke für deine kritischen Worte! Auch bei uns sind derzeit die Läden geschlossen. Doch gerade deswegen werden einige verleitet, unnötig Dinge übers Internet zu kaufen, die dort angepriesen werden. Daher ein kleiner Appell: Kurz durchatmen, bevor man auf „Kaufen“ klickt.

  3. Jedem sollte bewusst sein, dass Teller mit Essen nichts selbstverständliches ist. Deswegen ein kurzes Tischgebet vor dem Essen ist immer gut.
    Die Situation in D und Europa kann sich schneller ändern als man schaut.
    Meine Eltern haben noch den letzten Weltkrieg miterlebt. Zum Glück hatten die Grosseltern einen Bauernhof. Dadurch waren sie weitgehend versorgt. Jedoch ihre Freunde und Bekannten aus der Stadt hatten oft nicht genug zum Essen. Die Essensmarken haben nicht ausgereicht.
    Bei meinen Dienstreisen u.a. in Afrika habe ich auch erlebt, dass Viele, vorallem Kinder, von der Hand in den Mund leben. Die Hungerhilfsorganisationen bräuchte man nicht, wenn das Essen gerecht verteilt werden würde.
    Unter diesen Gesichtspunkten achten wir seit jeher darauf, dass kein Essen weggeworfen werden muss. Manchmal werden Lebensmittel noch kurz vor dem Verderben gegessen.

  4. Wir kaufen immer nur das notwendigste ein, ich schreibe zu Hause erst einen Einkaufszettel was wir brauchen und kaufen auch nur das ein was wir wirklich brauchen! Ich habe ja am 22. März ab Hof eingekauft und anschließend noch das notwendigste was wir über Ostern brauchen, da wir noch vieles selbstgeerntes von letzten Jahr haben, eingemachtes oder eingefrorenes, fahren wir seit Corona nur alle 14 Tage einkaufen, sonst habe ich 1 mal in der Woche eingekauft! Ich finde unter Corona braucht man auch nicht shoppen, da man eh zu Hause ist kann man wirklich viel Geld sparen!

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