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Frische „Klima-Pizza“ in Bad Berneck

Familie Gollner aus Bad Berneck im Fichtelgebirge hat sich die Teilnahme an der CO2-Fasten-Staffel nicht leicht gemacht. Doch dann fiel ein wichtiger Entschluss: Wir sind dabei!

Unsere kleine Familie in Bad Berneck:

Charlie wurde gerade 12, Ella ist 9 – und wir sind Nigel und Sabine, sind beide Kreativschaffende: er vor allem im Bereich Musik und Sound, ich im Bereich Film und Architektur.

Wir finden es toll, am CO2 Fasten teilzunehmen, weil wir es zum Anlass nehmen können, unseren ‚Footprint‘ zu verbessern, um dadurch auch längerfristig unsere CO2 Bilanz zu verkleinern. Die Kinder sind auch in einem guten Alter – sie werden dies hoffentlich für ihr ganzes Leben mitnehmen.

Wir haben also schon mehrere Tage miteinander diskutiert und hatten uns verschiedene Einsparungs-Vorschläge angeschaut – die Kinder auch per Videos auf YouTube – wie wir CO2 reduzieren könnten:

Das war unsere ‚Reise zum Vorsatz‘:

Was wir bereits ganz gut machen:

  • Wir trocknen unsere Wäsche fast ausschließlich auf der Leine – der Trockner kommt so gut wie nie zum Einsatz – nur im Notfall!
  • Zweimal die Woche ist Badetag: das Wasser wird von zwei Kindern und einem Erwachsenen (hintereinander) genutzt. Bisher reicht das – ganz ohne Duschen zwischendurch geht‘s aber für uns Große nicht.
  • Wir trinken viel Leitungswasser – das ist hier auch sehr gut. Saft kommt aus Flaschen. Hier kaufen wir immer noch zu häufig Einwegflaschen, das wollen wir auch gerne reduzieren. Aber andere Getränke kaufen wir in Mehrwegflaschen.
  • Nigel und ich arbeiten von zuhause, d.h. unser Fahrtaufwand ist sehr reduziert; die meisten Tage steht das Auto nur vor dem Haus. Wenn ich auf Vortragsreisen gehe, dann meistens mit Bus und Bahn. Nigel macht die Einkäufe lokal zu Fuß, ich mache ca. alle zwei Wochen einen größeren Einkauf mit dem Auto. Das finden wir alle ganz gut vertretbar, wir wohnen ja in einer Kleinstadt auf“m Land, auf das Auto verzichten könnten wir auf alle Fälle nicht. Die Busverbindungen sind eigentlich super (halb-Stunden-Takt nach Bayreuth), aber zu bestimmten Tageszeiten leider nicht gut genug. Unser kleines Auto fährt nicht schneller als 120km/h, also fällt uns das Tempolimit nicht schwer!
  • Wir kaufen so gut wie keine neuen Möbel (nur sowas wie Matratzen), auch Kleidung viel Second-Hand. Wir glauben an die Wiederverwendung von Konsumgütern – und sparen tun wir natürlich auch dabei!

Was uns echt schwerfällt:

Familie-Gollner-1

  • Screen Zeit reduzieren: hmm, ganz schwer! Die Kinder sagten sofort Nein! So viel kriegen sie sowieso nicht, wir lassen sie nur bestimmte Zeiten. Und unsere Arbeit findet viel am Computer statt usw. – das ist also nix für uns, leider. Aber wir werden auf Standby-Ausschalten achten!
  • den Backofen brauchen wir regelmäßig. Wir wollen mal darauf achten, ob wir das mehr vermeiden können.
  • wir haben ein altes Haus. Wir verbessern langsam (über die Jahre) die Isolierung, wo sie nicht gut ist. Aber das ist ein längerer Prozess. Dieses Jahr wollen wir aber von Heizöl auf Gas umsteigen, zwar auch nicht ideal, aber wir denken das ist besser!
  • Milchprodukte können wir nicht wirklich vermeiden, zumindest nicht die Kinder. Mal schaun!

 

Worauf wir uns dann als Familie geeinigt haben:

Unser Vorsatz für das CO2 Fasten ist es ‚weniger Tiefkühlprodukte – und mehr regionales und saisonal frisches Essen zu essen‘. Dadurch wollen wir die benutzten Plastikverpackungen drastisch reduzieren. Da fällt einfach viel zu viel an!!

Damit die Kinder nicht ihre Pizza vermissen müssen, werden wir gemeinsam lernen, einen eigenen Teig herzustellen und mit frischen Zutaten zu belegen.

Sabine – Blog 1

 

 

Ein Gedanke zu „Frische „Klima-Pizza“ in Bad Berneck“

  1. Erst einmal herzlichen Glückwunsch nachträglich, Ella und Charlie, und herzlichen Glückwunsch schon jetzt zum Fasten. Klingt so, als wäre da schon jede Menge an prima Klimaschutzroutinen in Eurer Familie. Mal sehen, wie leicht es fällt, regional-saisonal zu essen, aber da gibt’s ja zur Not die Heimbeckschen „Sonntagsbraten“ als Tipp jeden Freitag. Schmeckt eh besser als Tiefkühltruhe-Pizza 😉 Den Wirsing hat neulich sogar meine Große gemocht, die sonst eingeschworener Wirsing-Verweigerer ist!

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