Ernährung, Norbert Heimbecks Klimarezept der Woche

So schön bunt hier …

Warum immer nur Eier färben? Passend zu den Oster-Vorbereitungen habe ich mir ein paar Gedanken gemacht zum Thema „essbare Farben“. Dabei sind bunte Crepes beziehungsweise Pfannkuchen entstanden, die wirklich wunderbare Farben haben. Gut geschmeckt haben sie (natürlich) auch …

Wer eine ordentliche Vorratshaltung pflegt, braucht für dieses Gericht nicht mal großartig zum Einkaufen. Das ist bei dem wechselhaften Wetter auch schon was wert.

Für die Crepes habe ich 250 ml Milch, 2 Eier und 100 gr Mehl mit einer Prise Salz zu einem dünnflüssigen Teig verrührt. Man braucht insgesamt drei Portionen Teig – für den grünen habe ich ein paar Stängel Bärlauch (einfach weglassen, wenn’s noch keinen frischen gibt) und Petersilie püriert und untergerührt, und den gelben habe ich mit einem gehäuften Teelöffel Kurkuma angereichert. Für den roten Teig habe ich 150 ml Milch und 100 ml Rote Bete-Saft genommen. Aus den Teigen habe ich dann jeweils vier dünne Crepes gebacken.

Die Füllungen sind ebenso simpel wie wohlschmeckend: Jeweils ein Becher Frischkäse (ca. 200 Gramm) wird benötigt. Für die roten Crepes gibt’s eine weiße Füllung: Frischkäse mit geriebenem Meerrettich und (weißem) Pfeffer würzen, dünn auf die abgekühlten Rote Bete-Pfannkuchen streichen, eng aufrollen und in gleichmäßige Stücke Stücke schneiden. Die gelben Crepes habe ich mit einem Püree aus getrockneten Tomaten, Tomatenmark und wenigen Tropfen Olivenöl gefüllt und für die grünen habe ich eine große Handvoll Kräuter (Basilikum, Bärlauch, Petersilie, Giersch und Kerbel, alternativ geht auch Spinat in entsprechender Menge) fein gehackt unter den Frischkäse gezogen. Den Käse mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wichtig ist, dass die Pfannkuchen eng gerollt werden, weil andernfalls unschöne Löcher in den Röllchen bleiben. Die Rollen dann in etwa drei Zentimeter lange Stücke schneiden und mit Cocktailspießen auf einer Platte anrichten.

Die bunten Crepes passen optisch sehr schön zu einem Frühlings-Büffet, können aber auch als Hauptspeise genügen. Dann würde ich einen frischen Salat dazu empfehlen.

9 Gedanken zu „So schön bunt hier …“

  1. Norbert, was für ein farbenfrohes Essen, ich bin begeistert! Da macht das Kochen richtig Spaß, gib mir bitte noch einen Tipp wie ich am besten die restliche Meerrettich Wurzel aufheben kann, damit sie nicht kaputt geht. Ich habe natürlich die größte gekauft 😊

    1. Eine Weile hält die sich in Sand eingeschlagen im kühlen Keller. Wenn Du sie länger aufheben willst, dann kannst Du sie einfach komplett reiben und das geriebene einfrieren. Das kann dann später genauso wie frisches verarbeitet werden.

      1. Stimmt, einfrieren ist auch meine Lösung!
        Du kannst die Wurzel auch im Klimafach des Kühlschranks aufheben. Regelmäßig beim Kochen verwenden – ist gesundheitsförderlich…

        1. Du kannst die Wurzel auch komplett einfrieren, bei Bedarf was abreiben und dann sofort. Wieder ins Eis legen. Hält sich fast „ewig“.&

  2. Die Idee gefällt mir. Ich werd es mir gut merken und demnächst, mit Besuch, mal machen. Für mich allein wäre es definitiv zu viel 🙂

    Allerdings hab ich eine Frage: Wie verhindert man, dass der Frischkäse auf heißem Pfannkuchen wegschmilzt? Oder werden die Pfannkuchen kalt gegessen?

      1. Salü alle miteinander,
        Ihr könnt die Pfannkuchen kalt oder lauwarm essen.
        Liebe Grüße
        Norbert,

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