Abfallvermeidung, Anleitungen, Konsum

Challenge 17: Upcycling – Alt ist das bessere Neu

Neue Dinge zu besitzen macht Spaß. Und was ist mit den Alten? Aufheben geht nicht immer. Zum Wegwerfen ist manches zu schade. Weitergeben? Verschenken? Doch wer will den alten Kram?

Wie wäre es denn, aus Alt ein kreatives Neu zu machen?

Challenge 17 Versuche dich im Upcycling!

Etwa 18% unseres ökologischen Fußabdrucks entfallen auf Konsum – Ernährung nicht mit eingeschlossen. Kein Wunder – ständig werden wir zum Kaufen animiert. Werbung ist allgegenwärtig. Unser ganzes Wirtschaftssystem ist auf Wachstum ausgelegt. Doch die Ressourcen auf unserem Planeten sind begrenzt, so dass unendliches Wachstum nicht möglich ist. Was also, wenn ich doch Lust auf etwas Neues habe, aber nicht unbedingt etwas kaufen will?

Alt ist das bessere Neu!

Die Challenge des kommenden Tages fordert deine Kreativität heraus! Mache aus vorhandenen Sachen etwas Neues!

Beim Upcycling werden scheinbare Abfallprodukte oder nutzlose alte Dinge aufgewertet und in ein neuwertiges Produkt umgewandelt. Dabei kann dieses Produkt Verschiedenstes sein – ein Kunstwerk, ein neu gestaltetes Kleidungsstück, Dekoration oder ein Gebrauchsgegenstand.

Damit wertest du die vorhandenen Dinge auf und schenkst ihnen ein neues Leben. Die Wiederverwertung der Materialien macht den Gegenstand zu etwas Besonderem und reduziert die Verwendung von Rohstoffen.

Muss sich nicht verstecken: Die Tasche wurde von einer Erlanger Künstlerin aus einem alten Banner aus LKW-Plane genäht (Foto: Lena Jakob)

Upcycling – los geht’s

Was darf es also sein? Nähen, Basteln, Zimmern, Schweißen – je nach deinen Fähigkeiten und vorhandener Ausstattung ist alles erlaubt. Hier ein paar Tipps:

  • Wenn du Werkzeug benötigst und es nicht hast, leih es dir von einer Nachbarin oder einem Freund, statt es neu zu kaufen.
  • Du hast eine tolle Idee, aber kannst sie nicht umsetzen? Erkundige dich nach Angeboten vor Ort. In vielen Städten und Gemeinden gibt es z.B. Näh-Workshops, Mitmach-Rapair-Cafes oder VHS-Angebote zum Handwerken

Hier einige Vorschläge für dein Upcycling-Projekt:

Du willst mehr wissen oder suchst Ideen?

Bildquelle: Lena Jakob

Autorin: Lena Jakob

5 Gedanken zu „Challenge 17: Upcycling – Alt ist das bessere Neu“

  1. Aus kaputten Strumpfhosen kann man super Haargummis machen, indem Streifen von den Beinen abgeschnitten werden. Von meiner Tochter für gut befunden 😉

  2. Hab aus meiner alten Freizeit Hose, für die Wäscheklammern eine Tasche/Säckchen genäht!
    Aus alte Sachen, was neues machen da entsteht immer wieder was kreatives, schönes und praktisches neues Produkt!

  3. Also irgendwie… kenn ich das alles schon …. alte Gläser für Gewürze oder Schrauben…. Kleidung umändern … Taschen aus alten Stoffen nähen….
    ich bin schon „etwas älter“, meine Generation kann das noch…
    Und wenn ich dann in einem Link lese, man müsste seine Eltern oder Großeltern von der „neuen“ Lebensweise überzeugen… und ihnen einen wiederverwendbaren Kaffee-to-go- Becher schenken, dann bin ich echt fassungslos … (abgesehen davon, dass ich meinen Kaffee nicht to go somdern daheim, sitzend und aus einer stinknormalen Tasse trinke…) Also bitte … ?

  4. Ich habe ein älteres Smartphone (für das es keine Updates mehr gab und das deshalb nicht mehr benutzt wurde) mit einem neuen, aktuellen Betriebssystem (LineageOS auf Android 10-Basis) versehen um es wieder in Betrieb nehmen zu können. Es läuft genauso flüssig wie zuvor, und da ich bei der Gelegenheit gleich all die (für mich) nutzlosen Hersteller- und Google-Apps rauswerfen konnte, braucht es nun deutlich weniger Datenvolumen und weniger Strom 🙂

  5. Gängiger Begriff beim Holz ist die Kaskadennutzung; wie das Wasser in einem mehrstöckigen Springbrunnen von Schale zu Schale hüpft, so ändert sich die Nutzung immer wieder neu; z.B. erst Balken im Haus, dann Gartengerät und dann Brennholz. Beim Verbrennen wird so viel CO2 freigesetzt wie beim Verfaulen, aber es wird das CO2 eingespart, das sonst beim Verbrennen fossiler Stoffe freigesetzt würde.

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