Ernährung, regional

Challenge 29: 10 km zwischen Acker und Topf

Gut sehen sie ja schon aus! Die Stände am Wochenmarkt auf dem Erlanger Marktplatz. Oder freitags auf dem Rathausplatz, wo regionale Bäuerinnen und Erzeuger ihre Ware anbieten. Und nicht nur dort – in vielen Städten und Gemeinden gibt es Märkte und in den meisten ländlichen Gebieten sind Hofläden oder Verkauf ab Hof nicht fern.

Challenge 29: Kaufe auf dem Markt oder bei einem Hofladen vor Ort ein.

Klar, die Auswahl ist meist nicht so groß wie beim Vollsortimenter-Supermarkt, aber dafür ist die Versuchung in eine CO2-Falle zu treten auch nicht so groß. Ein hoher Anteil des Angebots ist saisonal, regional und unverpackt – vor allem wenn man einen lokalen Stand auswählt. Und seien wir ehrlich – von der Marktfrau oder dem Bauern persönlich bedient zu werden hat viel mehr Flair!

Warum also laufe ich so oft an den Marktständen vorbei oder gehe nicht häufiger im Bauernladen einkaufen? Nicht so bei der Challenge des kommenden Tages. schnappt euch euren Einkaufskorb und kauft genau dort ein!

Sieht doch gut aus! Krumme Rüben vom Wochenmarkt… in Szene gesetzt von Lena Jakob

Wie viel CO2 spart der Gang zum Wochenmarkt?

Saisonal und regional zu essen fördert selbstverständlich auch das Klima, denn lange Transportwege der Ware entfallen. So könnt ihr mit einem solchen Einkaufsverhalten an die 7,8 kg CO2 pro Person in einem Monat einsparen.

Berechnet man den CO2-Fußabdruck von Lebensmitteln schlägt vor allem deren Herkunft zu Buche. Für ein Kilogramm Spargel, welcher aus Chile mit dem Flugzeug eingeflogen wird, entstehen etwa 17 kg CO2. Wird er im Umkreis von bis zu 100 km von eurem Wohn- bzw. Verspeiseort angebaut, entstehen pro Kilogramm nur noch 60 Gramm CO2. Das liegt gleich viel weniger schwer im Magen.

Bei uns beginnt die Spargelsaison zwar erst Mitte bis Ende April, dafür gibt es aber jede Menge andere Auswahl für eure Challenge.

Ein weiterer positiver Effekt: Ihr unterstützt damit Bäuerinnen und Bauern vor Ort. Sie stellen nicht nur regionale Nahrung her, sie erhalten z.B. mit Streuobstwiesen auch unsere lieb gewonnene und vielerorts artenreiche Kulturlandschaft.

Du willst mehr wissen?

Titelbild und Autorin: Lena Jakob

2 Gedanken zu „Challenge 29: 10 km zwischen Acker und Topf“

  1. Vor allem jetzt in der „Quarantäne“-Zeit kommen viele wieder drauf, ihre Lebensmittel aus der Region zu beziehen oder gar selbst ein bisschen Essen anzubauen! Außerdem schwirren in der frischen Luft am Markt weitaus weniger Viren durch die Gegend als in den fenstlerlosen Supermärkten. Und Abstand kann man ohne Regale auch besser halten 😉

  2. Viele Lebensmittelgeschäfte, insbesondere Bio-Läden bieten auch regionale Produkte an. Wer es nicht auf den Wochenmarkt schafft, kann die Challenge vielleicht auf diese Weise schaffen.
    Viele Grüße
    U. Reinschmidt

Kommentare sind geschlossen.